Der Heidelberger Partnerschaftskaffee zahlt für seinen Rohkaffee an Kooperativen einen Preis, der über den Vorgaben für den Fairen Handel liegt (über FLO). Zusätzlich unterstützt er die Entwicklung der Kooperativen durch die Finanzierung von Projekten und Aktivitäten für eine ökologische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Für diese Finanzierung verwendt der Partnerschaftskaffee sowohl die Einnahmen aus dem Kaffeehandel als auch Spendengelder von Unterstützer:innen. Diese Finanzierung nennen wir fondo de proyectos solidarios. Die Festlegung der Projektförderungen erfolgt jährlich – auf Antrag der Kaffee-Kooperativen. Wenn Sie diese wichtigen Projekte fördern möchten, spenden Sie bitte an:
Heidelberger Partnerschaftskaffee e.V.,
IBAN: DE92 6725 0020 0003 5511 72,
Stichwort: Projektförderung.
Sie erhalten nach dem Jahreswechsel eine Spendenbescheinigung.
Die Begründung für diese Projektförderung zusätzliche zum Fairen Handel ist für uns einfach. Die Preis-Festlegungen im Fairen Handel erfolgt nicht nur nach den Bedürfnissen der Produzent:innen, sondern hat auch mit den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Handels zu tun. Die Entwicklung der Mindestpreise für Kaffee von FLO werden nicht regelmäßig an die Inflation angepasst und dies bedeutet – wie auch bei vielen anderen Lebensmitteln im normalen Handel – immer wieder einen Verlust für die Produzent:innen.
Da es nicht besonders gerecht wäre, nur an die für den Partnerschaftskaffee produzierenden Kleinbauern der Partnerkooperativen einen höheren Preis auszuzahlen, fördern wir die Projekte von Kooperativen, die einer großen Zahl der Mitglieder zu Gute kommen und so die Entwicklung der Kooperativen fördern.
2025 Stipendien, EUDR, Klimawandel und Kooperativen-Entwicklung
Auch 2025 finanzierte der Partnerschaftskaffee die Stipendienprogramme der Kooperativen Soppexcca (Jinotaga / Nicaragua) und Combrifol (Marcala / Honduras) mit 10.000 USD an Soppexcca und 6.700 USD an Combrifol.

2025 wurden nun auch die ersten Kosten der Forbildungen der Kooperativen für die Anwendung der Europäischen Entwaldungsverordnung (EUDR) abgerechnet. Für die Kooperativen Las Lajas (El Salvador) und Guardabarranco (Nicaragua) wurden inzwischen 878,21 € abgerechnet. Die Kooperativen werden durch diese Fortbildung unterstützt, die Datenerhebung für die GPS-Angaben zu den Produktionsflächen und die Sorgfaltspflicht-Erklärung entsprechend der Vorgaben abgeben zu können.
2025 Teil-Erneuerung der Pflanzungen bei Agasacare (El Salvador)
Ein Teil der Kaffeepflanzen bei der Kooperative Agasacare ist inzwischen schon ziemlich alt und nicht mehr so leistungsfähig. Da die klimatischen Bedingungen aufgrund des Klimawandels auch immer schwieriger werden (Trockenphasen dauern manchmal länger, Regenfälle sind manchmal extremer, …) möchten die Bioproduzenten bei Agasacare ihre Erträge längerfristig stabilisieren. Mit einer sogenannte Mycroerneuerung, bei der neue Pflanzen zwischen die noch tragenden Kaffeepflanzen gesetzt werden, sollen dei Ertragslücken von 3 Jahren bei einer Kompletterneuerung vermieden werden.
Für die Erneuerung soll eine Hypbrid-Sorte genutzt werden, die einen hochwertigen Kaffee trägt und besonders robust gegenüber Klimaeinflüssen ist. Die Kosten für die neuen Pflanzen liegen insgesamt bei 4.500 USD, der Partnerschaftskaffee übernimmt davon die Hälfte (2.250 USD). Den Rest tragen die Produzenten aus den in diesem Jahr relativ hohen Einnahmen aus der letzten Ernte.
COMBRIFOL-Mitgliederausbildung 2025: Wie auch schon 2024 geplant, finanzierte der Partnerschaftskaffee die Ausbildung von Mitgliedern der Kooperative, damit sie Erfahrungen als Führungspersonen in der Kooperative sammeln können. Das gemeinschaftliche Projekt war der Aufbau einer Kompost-Produktion für die Mitglieder in der Kooperative. Die Förderung lag wieder bei 2.500 USD, das Programm wurde in Kooperation mit anderen Käufern der Genossenschaft gemeinsam finanziert.
2024 Stipendien

Wie in den Vorjahren finanziert der Partnerschaftskaffee auch 2024 die Stipendienprogramme der Kooperativen Combrifol (Marcala / Honduras) und Soppexcca (Jinotega / Nicaragua) mit den gleichen Summen wie bisher. Combrifol erhält 6.700 USD und Soppexcca 10.000 USD für diese Programme.
Wie bisher ist die Vergabe von Stipendien an gewisse Leistungen und die Mitarbeit in der Kooperative gebunden. Bei Soppexcca müssen Stipendiat:innen einen Notendurchschnitt von mindestens 80 Punkten (von 100 möglichen) erreichen.
Einen Eindruck vom Treffen mit den Stipendiat:innen bei Soppexcca 2024 vermittelt diese kleine Präsentation.
Ausbildung von Mitgliedern für die Organisation und Verwaltung der Kooperative
ei der Kooperative Combrifol haben die Mitglieder die Erfahrung gemacht, dass ihre bisherigen Führungspersonen immer älter werden und es auf jeden Fall besser wäre, wenn sich auch jüngere Mitglieder an der Organisation und Verwaltung der Kooperative beteiligen würden. Um interessierten jüngeren Mitgliedern den Einstieg zu erleichtern, hat sich die Kooperative für ein Ausbildungsprogramm für interessierte Mitglieder entschieden.

Damit dieses Programm gut gelingen kann, hilft der Partnerschaftskaffee bei der Finanzierung mit. 2.500 USD erhält die Kooperative von uns 2024 und den selben Betrag 2025. Das Programm hat inzwischen begonnen und wird hoffentlich dazu beitragen, die Zusammenarbeit innerhalb der Organisation auf fundierte Beine zu stellen.
Entwaldungsverordnung
Die EU-Entwaldungsverordnung hat direkte Auswirkungen auf alle Produzenten / Organisationen, deren Kaffee in Europa verkauft werden soll. Die am Handel beteiligten Organisationen müssen sicherstellen, dass der angebaute Kaffee nicht von nach 2020 entwaldeten Flächen kommt. Dafür müssen u.a. bei den Importen die GPS-Geodaten der Anbaugebiete zur Verfügung gestellt werden.
Um eine gut funktionierende Informationskette aufzubauen, werden die Mitglieder der Kooperativen geschult und die dafür notwendige Ausrüstung angeschafft. Damit dieses Programm möglich ist, finanziert der Partnerschaftskaffee 2024 die anteiligen Kosten an der Ausbildung für die Kooperativen Las Lajas, Guardabarranco, Combrifol und Tierra Nueva. Außerdem finanzieren unsere Importgemeinschaft Mitka einen wesentlichen Teil der Kosten für diese Ausbildung.

Nach der aktuellen Planung wird der Partnerschaftskaffee die Eigenanteile von Kooperativen an Aus- und Fortbildungen finanzieren. Das Projekt wurde im Laufe des Jahres 2024 und 2025 umgesetzt, die EU hat aber inzwischen den Beginn der Anwendung der Entwaldungsverordnung verschoben.
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Projektförderung 2023

Biozertifizierung für Coop. Agasacare in El Salvador
Der zweite Durchgang der Biozertifizierung erfolgte Anfang des Jahres 2023, die Kosten von 3195,00 USD wurden wiederum durch den Partnerschaftskaffee finanziert. Anfang 2024 werden noch einmal Laboruntersuchungen des geernteten Kaffees durchgeführt und danach, so hoffen wir, können wir Biokaffee der Kooperative importieren.
Stipendien 2023
Auch im Jahr 2023 konnte der Partnerschaftskaffee die Stipendienprogramme in der selben Höhe wie in den Vorjahren fortsetzen. Die Kooperative Soppexcca erhielt für 30 StipendiatInnen 10.000 US-$, die Kooperative Combrifol 6.700 US-$. 2022 konnten bei Soppexcca 8 Stipendiat:innen ihr Hochschulstudium abschließen und arbeiten jetzt in den ganz verschiedenen Berufen. Und auch 2023 erreichten einige der Stipendiat:innen das Ende ihrer Ausbildung und werden in Zukunft in ihren Berufen arbeiten.
Projekte 2022
Hilfe gegen den Klimawandel – Kooperative Guardabarranco 2022
Für Kaffeeproduzenten zeigt sich schon seit über 10 Jahre, dass der Klimawandel starke Veränderungen beim Anbau nach sich ziehen wird. CafeNica, der Zusammenschluss der Kaffee-Kooperativen in Nicaragua, stellte schon vor etwa 15 Jahren fest, dass die geeigneten Anbauflächen durch den Klimawandel wesentlich schrumpfen werden. Die Fördersummen für das Projekt lag bei 10.000 US-$.

Stipendien 2022
In Fortsetzung der bisherigen Stipendienprogramme hat der Partnerschaftskaffee auch 2022 die Stipendien der Kooperativen Soppexcca (Nicaragua) und Combrifol (Honduras finanziert. Soppexcca erhielt für 30 StipendiatInnen 10.000 US-$, Combrifol 6.700 US-$. Für das Jahr 2023 haben wir die Fortsetzung dieser Förderung zugesagt.
Biozertifizierung für Kooperative Agasacare – El Salvador 2021/22
Um die Umstellung des konventionellen Kaffeeanbaus auf biologischen Anbau zu ermöglichen, finanzierte der Partnerschaftskaffee für die kleine Kooperative Agasacare Ende 2021 die erste Zertifizierung. Die Schulungen, Begehung der Pflanzungen und Beratung auf den Anbauflächen findet dazu Anfang 2022 statt. Fördersumme: 3480 US-$
Hilfe gegen den Klimawandel – Kooperative Guardabarranco 2022
Für Kaffeeproduzenten zeigt sich schon seit über 10 Jahre, dass der Klimawandel starke Veränderungen beim Anbau nach sich ziehen wird. CafeNica, der Zusammenschluss der Kaffee-Kooperativen in Nicaragua, stellte schon vor etwa 15 Jahren fest, dass die geeigneten Anbauflächen durch den Klimawandel wesentlich schrumpfen werden. Informationen zum Projekt mit der Fördersummen von 10.000 US-$ finden Sie hier
Projekte 2021
Stipendien 2021
Auch im Laufe des Jahres 2021 hat der Partnerschaftskaffee die Stipendienprogramme der Kooperativen Soppexcca (Nicaragua) und Combrifol (Honduras finanziert. Soppexcca erhielt für 29 StipendiatInnen 10.000 US-$, Combrifol 6.700 US-$. Für das Jahr 2022 haben wir die selbe Förderung zugesagt.
Hilfsaktion Hurrikane Eta und Iota 2020/21
Die Hurrikane Eta und Iota verursachten in weiten Teilen der Berggebiete von Nicaragua und Honduras große Schäden in Kooperativen, mit denen wir zusammenarbeiten. Eine Zusammenfassung von einigen Kooperativen finden Sie hier.
Im Rahmen unserer Importgemeinschaft MITKA GmbH baten wir zwischen November 2020 und Mai 2021 um Spenden für die Unterstützung der Kooperativen, die von den schlimmen Schäden betroffen waren. Diese Spendenaktion haben wir inzwischen abgeschlossen, kamen etwa 51.000 € aus Spenden und Eigenmitteln für die Aktion zusammen. Für diese wichtige Unterstützung der Kooperativen möchten wir uns bei allen Unterstützern bedanken.

Frühere Projektförderungen (bis 2020)
Der Verein Heidelberger Partnerschaftskaffee fördert schon seit dem Beginn seines Kaffeehandels 2001 auch zusätzlich Projekte für Kaffeekooperativen. Eine Auflistung dieser Projektförderungen des Partnerschaftskaffee finden Sie hier

