Der Partnerschaftskaffee ist eine nicht gewinnorientierte Organisation, die seit 2001 im Interesse von Kleinbauern / Kooperativen aus Lateinamerika eine Vermarktungsmöglichkeit für besondere Kaffees in Deutschland schafft. Diese entwicklungspolitisch motivierte Arbeit wird zum größten Teil ehrenamtlich geleistet. Mit unserer entwicklungspolitischer Arbeit und den Bildungsaktivitäten sind wir als Verein als gemeinnützig anerkannt.
Die Abwicklung des Einkaufs und Imports des Rohkaffees organisiert für den Partnerschaftskaffee die MITKA (MITtelamerikanische KAffee Im- und Export GmbH). Dies ist eine von von uns und anderen Gesellschaftern (dwp, El Puente, el rojito, FairHandeln!, Nicaragua Libre, Ökotopia, Venceremos) getragene Importorganisationen (eine GmbH), die ebenfalls ohne Gewinninteresse arbeitet.
Informationen zu den Kooperativen, deren Kaffee für den Partnerschaftskaffee verwendet wird, finden Sie unter den Link zu den Produzenten. Den Austausch mit den Kooperativen halten wir durch regelmäßige Besuche und direkten Austausch aufrecht.

Durch diese langjährigen Kontakte haben wir einen eigenständigen Eindruck von der Situation und Entwicklung unserer Partnerorganisationen und von den Lebensbedingungen der Kleinbauernfamilien. Um solche Informationen auch weiterzugeben, laden wir immer wieder Vertreter der Kaffeeproduzenten zu Besuchen nach Deutschland ein. Dadurch ermöglichen wir Kaffeekunden und entwicklungspolitisch interessierten einen direkten Austausch mit Produzenten.
Die besondere Schwerpunktsetzung des Partnerschaftskaffee auf Mittelamerika entstand durch die Kooperation mit dem Nicaragua-Forum in Heidelberg. Durch diese Zusammenarbeit können wir unsere Partner in Nicaragua, für die wir Projekte finanzieren, häufiger zu besuchen als die Handelspartner in den anderen Ländern.
Faires Handeln muss sich natürlich an konkrete Vorgaben halten, z.B. die 10 Grundsätze des Fairen Handels der WFTO. Aber Fairer Handel hat auch mit regelmäßigem Austausch, mit der Einschätzung unserer Handelspartner und deren Aktivitäten zu tun. Es ist uns wichtig, wie die einzelnen Mitglieder an den Kooperativenstrukturen partizipieren können, wie ernst es der Kooperative mit fairem Verhalten nach Innen (Umgang mit den einzelnen Mitgliedern) ist und wie sie sich nach außen für gerechtere Strukturen und Preise engagieren. Außerdem lebt faires Handeln u.E. von der Transparenz. Wir bemühen uns, regelmäßig eine aktuelle Kostenkalkulation und Informationen zu unserer Arbeit öffentlich zu machen.
Bei der Auswahl unserer Partnerorganisationen legen wir Wert auf Kaffeequalität, auf demokratische Strukturen in den Kooperativen, gleichberechtigte Entscheidungen über die Verwendung der Gelder, angemessene Arbeitsbedingungen und Bezahlung von Saisonarbeitern (wie z.B. PflückerInnen), auf die Förderung der Frauen in den Organisationen, die Erweiterung des Bioanbaus und die Förderung von Bildungsangeboten.
Außer den in Kooperation mit der MITKA importieren Kaffees verwendet der Partnerschaftskaffee noch Rohkaffees von Kooperativen aus Bolivien und Kolumbien, der von El Puente, einem befreundeten Fairhandelsunternehmen, importiert werden. Für die Auswahl und Preisgestaltung gelten bei diesen zugekauften Kaffees die gleichen Bedingungen wie für den Import durch die MITKA.
Der Partnerschaftskaffee ist für seine Tätigkeit als gesamtes Unternehmen von der World Fair Trade Organization WFTO als „Garantiert fair gehandelt“ ausgezeichnet. Die übersichtliche Produktionskette dokumentiert einen funktionierenden fairen Handel.

