Herkunft der Kaffees von Kleinbauern / Kooperativen

Der Heidelberger Partnerschaftskaffee verwendet Rohkaffee von Genossenschaften / Kooperativen aus verschiedenen Ländern Lateinamerikas. Begonnen hat die Kooperation 2001 mit der Kooperative Soppexcca aus Jinotega / Nicaragua. Das wachsende Interesse unserer Kund:innen an verschiedenen Kaffees und Zubereitungsarten und die wachsenden Umsatzzahlen führten im Laufe der Jahre zu immer mehr Kooperationen mit Genossenschaften und zu Kaffees von Kleinbauern aus verschiedenen Ländern. Im Mittelpunkt stand und steht unsere Verpflichtung,

a) Kaffees nur von Kleinbauern anzubieten, die in Kooperativen als demokratische und verlässliche Struktur zusammenarbeiten
b) dem Aufbau von langfristigen, guten und fairen Handelsstrukturen mit den Kaffeekooperativen
c) den Vertrieb von hochwertigen Kaffees zu fördern, bei dem unsere Kund:innen das besondere Engagement der Produzent:innen für die Kaffeequalität zu schätzen wissen.

Pablo Tercero Gonzales führt durch seine Pflanzungen

Die vom Partnerschaftskaffee angebotenen Kaffees kommen von den nicaraguanischen Kooperativenverbänden SOPPEXCCA, COSATIN / TIERRA NUEVA und Miraflor sowie den Basis-Kooperativen Reynerio Tijerino und Guardabarranco. Aus El Salvador kommt der Kaffee von der Kooperative Las Lajas. aus Mexiko von der Kooperative UPCTIZ und dem Kooperativenverband Yeni Navan im Bundesstaat Oaxaca. In Honduras arbeiten wir mit der Kooperative COMBRIFOL aus Marcala zusammen. Die neueste Produzentengruppe ist das Red Ecolsierra in Kolumbien.

Die Durchführung der Importe dieser Kaffees übernimmt für uns die MITKA GmbH, eine von uns und verschiedenen anderen Fairhandelsorganisationen in Deutschland getragene Importorganisation, die ohne Gewinnabsicht arbeitet. Den Kaffee aus Bolivien erhalten wir über die Fairhandelsorganisation El Puente.

Die auf eine langfristige Zusammenarbeit angelegte Kooperation ermöglicht den Kooperativen eine verlässliche Planung und einen nachhaltigen Ausbau ihrer Produktion, durch die die Lebensperspektive der Kleinbauern gesichert werden kann.

Mindestens alle zwei Jahre reist eine Delegation der MITKA GmbH zu einem direkten Austausch zu den Handelspartnern. Bei diesem Austausch schildern wir die Situation und die Marktlage in Europa und erklären unsere Strukturen, um den ProduzentInnen eine Beurteilung unserer Arbeits- und Absatzbedingungen zu ermöglichen. Gleichzeitig wollen wir bei den Besuchen einen Eindruck von der Arbeit unserer Handelspartner gewinnen, denn wir erwarten von den Kooperativen demokratische Strukturen, eine transparente Verwendung des Mehrpreises, die faire Behandlung der ErntehelferInnen und die Sicherung der hohen Produktqualität.

Erfahrungsgemäß mindern enge und direkte Kontakte zu den Lieferkooperativen auch das Risiko, das die importierenden Organisationen mit der im Fairen Handel üblichen Vorfinanzierung der Importe eingehen.

Der Partnerschaftskaffee beteiligt sich möglichst oft an solchen Besuchsreisen zu Produzet:innen. Darüber hinaus fördert der Partnerschaftskaffee verschiedene soziale, ökologische und wirtschaftliche Projekte von Kooperativen. Deshalb besuchen einzelne Vertreter:innen des Partnerschaftskaffee zusätzlich die Genossenschaften, mit denen wir eine solche Förderung vereinbart haben.

Erklärung der zehn Prinzipien des Fairen Handels für Produzent:innen der Kooperative Reynerio Tijerino